Eine der besten Errungenschaften unserer Zeit ist wohl die Möglichkeit, diverse unliebsame Aufgaben im Haushalt an kleine Helferlein abzugeben. Zu diesen Aufgaben zählt wohl eindeutig auch das lästige Staubsaugen und Wischen aller Böden.
Da wundert es also nicht, dass sich Saugroboter-Modelle diverser Unternehmen in den letzten Jahren einer größer werdenden Beliebtheit erfreuen!
Allerdings ist nicht jeder Saugroboter automatisch für einen Parkettboden geeignet. So sollte er z. B. im Stande sein auch tiefe Parkettfugen gründlich zu reinigen.
Außerdem dürfen die Reinigungsbürsten und Stützen nicht so konstruiert sein, dass sie Kratzer auf der Parkettoberfläche hinterlassen. Es gäbe wohl nichts Schlimmeres als am Ende eines langen Arbeitstages zu Hause einen völlig zerkratzten Boden vorzufinden…
Welche Funktionen muss ein Saugroboter für Parkett besitzen?
Saugroboter 2026: Sanfte Pflege für dein Parkett
Früher waren Saugroboter auf Echtholzböden oft ein Risiko – zu viel Wasser oder kratzige Bürsten konnten dem Parkett zusetzen. Im Jahr 2026 hat die Branche hier einen riesigen Sprung gemacht: Die neuen Modelle nutzen intelligente Wasserdosiersysteme, die direkt über die Bürsten und Walzen gesteuert werden, um den Boden nur noch „nebelfeucht“ zu wischen. Ein echtes Highlight ist die Heißwasser-Reinigung in der Basisstation. Die Mopps werden dort mit bis zu 80 °C gewaschen, wodurch Bakterien und Fette ohne aggressive Chemie gelöst werden – das schont die Versiegelung deines Parketts und sorgt für hygienische Frische im ganzen Haus.
Besonders bei der Verwendung auf einem geölten Parkett ist es wichtig, dass die Bürsten, Walzen und Räder des Saugroboters nicht zu hart sind und mit zu viel Druck arbeiten.

Geräte mit Wischfunktion müssen zwingend über ein intelligentes Navigationssystem sowie ein System zur Regulation der Wassermenge verfügen. Wie Ihnen bestimmt schon bekannt ist, wird Parkett üblicherweise nur „nebelfeucht“ gewischt, da größere Wassermengen zum Aufquellen des Holzes führen können.
Aus diesem Grund ist es wichtig, die Möglichkeit zu haben, die Wassermenge für das Wischen auf ein Minimum zu reduzieren. Im Optimalfall sollte das Gerät zusätzlich eine Trockenwisch-Funktion besitzen.
Ein Navigationssystem sorgt verhindert, dass sich ein Wischroboter z. B. an einem Stuhlbein festfährt und immer der Boden an dieser Stelle über einen längeren Zeitraum hinweg mit zu viel Feuchtigkeit in Kontakt kommt.
Zudem interessieren sich viele natürlich auch für die Höhe des Saugroboters. Moderne Geräte verfügen zwar meist über eine niedrige Bauhöhe, haben allerdings einen herausstehenden Laserturm für die Navigation verbaut. Dadurch kommen viele Saugroboter oftmals leider nicht mehr richtig unter die Couch oder das Bett. In unserem Vergleich finden Sie daher die genau Höhe der einzelnen Geräte.
Gut zu wissen: Im Laufe der Zeit ist es völlig normal, dass auf der Oberfläche eines Parkettbodens Laufspuren entstehen. Wie Sie diese entfernen können, erfahren Sie in folgendem Beitrag:
Empfehlenswerte Saugroboter für einen Parkettboden
Bei der Anschaffung eines Saugroboters sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass die Preise sich hier in einem höheren Rahmen bewegen als bei gewöhnlichen Staubsaugern. Der Preis wird besonders durch die vielen Sensoren und die kompakt verbaute Technik bestimmt.
Andererseits können Sie dieser Investition natürlich all die Stunden gegenrechnen, in denen Sie aktiv Putzen müssten.
Die besten Saug und Wischroboter für Parkett:
Roborock
Bereits seit einigen Jahren gilt RoboRock für viele als beliebtester Hersteller in dieser Sparte. Derzeit überzeugt vor allem der Testsieger Roborock Qrevo CurvX*und der Preis/Leistungssieger Roborock QV 35A*.
Roborock QV 35A
Der Qv35A ist im Grunde der „Vernunft-Kauf“ im aktuellen Line-up. Er verzichtet auf das kletternde Fahrwerk des großen Bruders, konzentriert sich aber voll auf eine saubere Oberfläche. Was ihn für mich als Tester auszeichnet, ist die Zuverlässigkeit bei Tierhaaren. Die Bürste ist so konstruiert, dass sie Haare direkt zerschnittet und einzieht. Das spart dir im Alltag das mühsame Freischneiden der Walze alle paar Tage – ein Punkt, den man oft unterschätzt, bis man ihn einmal nicht mehr machen muss.
In Sachen Navigation ist er ein typischer Roborock: Er scannt den Raum mit seinem Laser-Turm und fährt sehr logische, effiziente Bahnen ab. Du musst dir also keine Sorgen machen, dass er das empfindliche Parkett unnötig oft befährt oder gegen die Fußleisten knallt. In der App kannst du für jeden Raum einzeln festlegen, wie viel Wasser er nutzen soll. Das ist perfekt, um im Flur den Straßendreck wegzuspülen, im Wohnzimmer aber nur ganz sanft „nebelfeucht“ über das wertvolle Holz zu wischen.
Die Station ist angenehm kompakt und findet auch in kleineren Nischen Platz. Da er die Mopps mit Kaltwasser reinigt, empfehle ich, bei der täglichen Pflege einen Schuss passenden Parkettreiniger zu nutzen, um das Ergebnis zu perfektionieren. Die Absaugung ist zwar deutlich hörbar, aber der Vorgang dauert nur wenige Sekunden. Wer eine klassische Wohnung ohne extreme Schwellen hat und einfach nur will, dass der Boden ohne viel Eigenleistung sauber bleibt, bekommt hier einen soliden Partner an die Seite gestellt.
Roborock Qrevo CurvX
Der Qrevo Curv ist für mich das aktuell spannendste Modell, weil er ein Problem löst, das Tester seit Jahren nervt: das „Festfahren“. Wenn du in einer Wohnung mit hohen Türschwellen oder dicken Teppichkanten lebst, ist dieser Roboter ein Segen. Das neue Fahrwerk hebt den ganzen Roboter-Body aktiv an, was in der Praxis fast schon spektakulär aussieht – er klettert über Hindernisse, bei denen andere Modelle nur hilflos mit den Rädern drehen würden. Wer also Parkett in verschiedenen Räumen mit markanten Übergängen hat, muss hier nicht mehr manuell nachhelfen.
Besonders gut hat mir im Test die neue Bürstentechnik gefallen. Roborock setzt hier auf ein geteiltes System, das Haare extrem effizient in die Mitte leitet und wegsaugt. Das verhindert das typische „Zuschmieren“ der Walze durch lange Haare, was besonders auf glattem Parkett wichtig ist, damit der Roboter keine Kratzer durch mitgeschleifte Dreck-Klumpen verursacht. Die Station selbst ist ein echtes Kraftpaket: Die Mopps werden mit 75 °C heißem Wasser gewaschen. Das sorgt dafür, dass die Pads immer hygienisch sauber bleiben und auf dem Parkett keine Schlieren durch alte Fettrückstände ziehen.
Die Steuerung über die App ist gewohnt intuitiv. Die Navigation wirkt extrem „reif“ – der Curv tastet sich sanft an Möbel heran und nutzt seine Kamera, um selbst kleine Hindernisse wie vergessene Hausschuhe oder Kabel sicher zu umfahren. Die Absaugung in der Station ist zudem deutlich leiser geworden und klingt eher wie ein tiefes Brummen als wie ein startender Jet. Für alle, die keine Kompromisse machen wollen und eine komplexe Wohnung haben, ist das hier das absolute Flaggschiff.
- SCHÜTZT & PFLEGT: mit diesem Produkt können Sie die natürliche geölte Oberfläche Ihres Holzes reinigen und pflegen und dabei den Schutz vor Flecken, Wasser und Haushaltschemikalien erhöhen. Erhältlich in natürlicher Farbe für alle Holztöne sowie in weißer Farbe für weiß gefärbte Öloberflächen.
- VIERTELJÄHRLICHE PFLEGE: Für die vierteljährliche Pflege Ihrer geölten Holzoberflächen. Dieses Produkt ist hervorragend für die Behandlung von Holzoberflächen geeignet, die mit UV-Öl, Hartwachs, Tungöl, dänischem Öl oder Tiefenöl behandelt wurden.
Dreame L10s Ultra Gen 3
Der Dreame L10s Ultra Gen 3* ist einer meiner absoluten Favoriten für das Jahr 2026, da er High-End-Technik zu einem fairen Preis bietet. Das herausragende Merkmal ist die 70 °C Heißwasser-Waschfunktion in der Station: Sie löst Fette und klebrige Rückstände so effektiv von den Mopps, dass man auf Parkett fast komplett auf chemische Reiniger verzichten kann.

Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch die empfindliche Versiegelung deines Holzbodens. Zudem erkennt der Roboter dank seiner KI-Kamera verschiedene Bodenarten und passt die Wassermenge präzise an, sodass das Parkett wirklich nur nebelfeucht gewischt wird. Nach getaner Arbeit werden die Mopps mit Heißluft getrocknet, was die Bildung von Stockflecken oder Gerüchen in der Station zuverlässig verhindert.
Xiaomi X20+ – Viel Roboter für wenig Geld
Wer auf der Suche nach einem kompakten und günstigen Saug- und Wischroboter ist, der wird im Xiaomi X20+* einen perfekten Begleiter finden. Ergänzt wird dieses Paket mit einer praktischen Ladestation.
Der Xiaomi X20+ zeigt, dass man 2026 keine vierstelligen Beträge mehr ausgeben muss, um eine vollautomatische Station zu bekommen. Er konzentriert sich auf das Wesentliche: Saugen, Wischen und die automatische Mopp-Reinigung. Klar, auf die Heißwasser-Wäsche der teuren Konkurrenz muss man hier verzichten, aber für die tägliche Parkettpflege reicht die Leistung völlig aus.
Was mir im Test auffiel: Er navigiert erstaunlich vorsichtig. Anstatt stumpf gegen die Fußleisten zu knallen, erkennt er Hindernisse frühzeitig und dreht ab. Wer eine einfache, funktionierende Lösung sucht und sein Geld lieber in echtes Parkett statt in unnötige Zusatz-Features steckt, bekommt hier den aktuell besten Deal am Markt.
Mova Z60 Ultra – Die Wisch-Revolution mit Walze
Mova (aus dem Hause Dreame) geht beim Mova Z60 Ultra* einen mutigen Weg und ersetzt die klassischen runden Pads durch eine aktive Wischwalze. Für Parkett-Liebhaber ist das System genial: Die Walze wird während der Fahrt ständig mit frischem Wasser gespült, während das schmutzige Wasser sofort im Roboter abgesaugt wird. Man wischt also nicht mehr mit einem feuchten Lappen den Dreck von links nach rechts, sondern nimmt ihn wirklich auf.
Das Ergebnis auf dunklem oder glänzendem Parkett ist beeindruckend schlierenfrei. Mit einer Saugkraft von 28.000 Pascal ist er zudem ein echtes Biest, wenn es darum geht, Staub aus jeder noch so kleinen Ritze zu ziehen. Wer den Fokus klar aufs Wischen legt, kommt an diesem Modell nicht vorbei.

Hallo, viele Staub- und Wischroboter wie auch der Roborock S7 haben ein Mikrofaser-Wischtuch. Für Parkettböden wird normalerweise dringend von Mikrofaser abgeraten. Es kann zu feinen Kratzern führen und die Ölschicht trocknet aus. Es sollten ausschließlich Baumwoll-Wischtücher verwendet werden. Sind die Roboter dennoch uneingeschränkt empfehlenswert für Parkett?
Mit freundlichen Grüßen
Nadine Wagner
Guten Tag.
Diese Frage würde mich auch interessieren. Wir haben einen Roborock S7 und bisher lasse ich ihn den gehobelten und geölten Eichenparkett nur saugen. Dürfte ich ihn auch wischen lassen? Ein Baumwolltuch für den S7 habe ich nicht finden können. Wäre es mit dem Mikrofasertuch trotzdem möglich? Oder würde Zuviel Öl abgetragen?
Freue mich auf die Rückmeldund.
Grüße. Sabine
Guten Tag,
aufgrund zahlreicher Anfragen bin ich diesem Thema die letzten Tage nachgegangen. Leider sind für die meisten Saugroboter mit Wischfunktion (wie z. B. den Roborock S7) nur Wischtücher aus Mikrofaser im Handel erhältlich. Meine Anfragen bei zahlreichen Herstellern ergab, dass es in naher Zukunft keine Pläne für Produkte dieser Art gibt.
Das es aufgrund der Mikrofaser-Tücher zu Kratzern kommt, ist aufgrund der Druckausübung des Geräts eher unwahrscheinlich. Dafür müssten sich kleine Steine o. ä. unter dem Wischtuch verfangen. Allerdings ist die Abtragung der Ölschicht durch Wischtücher aus Mikrofaser tatsächlich ein Problem.
Wie groß dieser Faktor ist, hängt natürlich davon ab, wie häufig das Parkett auf diese Weise feucht gewischt wird. Wer kein Risiko eingehen möchte, sollte seinen Holzboden weiterhin in Eigenarbeit wischen. Wer allerdings nicht auf die Wischfunktion des Saugroboters verzichten mag, muss den Parkettboden unbedingt regelmäßig Nachölen. Was man dafür benötigt, haben wir bereits in diesem Beitrag erklärt.
Liebe Grüße
Michael
Hallo,
Das ist auch meine große Frage. Wir haben geölten Eichenboden, für den nur Wischtücher aus Baumwolle empfohlen werden. Konnte noch nirgends Antworten finden ob es solche für Roborock S7 gibt bzw. ob man ihn ohne Bedenken auf diesem Boden einsetzen darf.
Hallo,
meine Anfragen bei zahlreichen Herstellern ergaben, dass es leider derzeit keine Pläne für Baumwolle-Wischtücher für Saugroboter gibt. Mikrofaser scheint leider wohl die billigere Lösung zu sein.
Zu den Bedenken über den Einsatz von Mikrofaser-Reinigungsprodukten auf geölten Parkettböden:
1. Kratzer sind aufgrund der Druckausübung unwahrscheinlich.
2. Saugroboter mit Wischtüchern aus Mikrofaser sorgen leider dafür, dass die schützende Ölschicht nach und nach abgetragen wird. Um das zu vermeiden kann man entweder weiterhin selbst wischen und auf die Wischfunktion verzichten oder aber den Parkettboden in regelmäßigen Abständen Nachölen. Wie genau das geht, erkläre ich in diesem verlinkten Beitrag.
Viele Grüße
Michael
Hallo
Interessanter Bericht. Ich möchte allerdings noch nachtragen, dass für geöltes Parkett eigentlich immer eine Holzbodenseife oder Öl-Refresher ins Wischwasser gegeben werde sollte. Das Reinigen NUR mit Wasser trägt jedes mal etwa Öl ab.
Hier kommt allerdings erschwerend dazu, dass alle Hersteller darauf verweisen NUR Wasser in den Tank zu geben, das einmischen von Zusätzen wirkt sich negativ auf die Garantie- und Lebensdauer aus.
Grüsse