So klappt die Reinigung von Parkettfugen

Besonders Bewohner von Altbauhäusern und Besitzer eines rustikalen Holzbodens kennen das vermehrte Auftreten von Fugen auf Parkettböden. Auch bei Fertigparkett mit Klick-System tritt dieses Phänomen oft ein, doch ist das Entstehen von Fugen keinesfalls ein Mangel, sondern ein völlig natürlicher Prozess.

Da ein Holzboden ein Naturprodukt ist, reagiert er natürlich auf äußere Einflüsse. Es nimmt Feuchtigkeit aus der Luft auf und gibt diese bei entsprechenden Temperaturänderungen wieder ab.

Das führt zu einem minimalen Ausdehnen und Zusammenziehen der einzelnen Holzdielen, das hierzulande besonders in den Wintermonaten wegen des Heizens mehr ins Auge fällt. Allerdings kann auch zu nasses Wischen bei der Reinigung des Parkettbodens diesen Vorgang beschleunigen.

Achtung: Starke Fugenbildung kann auf eine zu geringe Luftfeuchtigkeit hinweisen. Bleibt das ein dauerhafter Zustand, so kann der Holzboden im Laufe der Jahre durchaus ernsthafte Schäden davontragen. Wie man mit Luftbefeuchtern dagegen ankämpfen kann, lesen Sie in folgendem Beitrag:

Je nach Größe der Fugen sammeln sich zwischen den Parkettstäben natürlich über die Zeit hinweg jede Menge Schmutzpartikel an. Das sieht erstens nicht sonderlich gut aus und ist zweitens natürlich auch wenig hygienisch.

Falls Sie Allergiker sind, ist das Thema umso wichtiger, da sich in diesen Fugen vor allem Pollen und Milben absetzen, was zu einer hohen Belastung führen kann.

Da einfaches Wischen in den meisten Fällen leider nicht ausreicht, um die Fugen gründlich zu reinigen, zeige ich Ihnen meine einfache Methode, wie Sie schmutzigen Fugen den Kampf ansagen können und wie Sie Ihre Parkettfugen wieder hell bekommen.

Übrigens: Fugen können nicht nur bei geöltem, sondern auch bei lackierten Parkettboden auftreten. Die Versiegelung des Parkettbodens kann diesen Vorgang nicht stoppen, vielmehr nur ein wenig verlangsamen.

Was Sie bei der Fugenreinigung auf Parkett vermeiden sollten

Zur Vorbereitung der Reinigung der Fugen sowie zur oberflächlichen Beseitigung loser Schmutzpartikel ist ein Staubsauger (mit geeignetem Parkettboden-Aufsatz*!) viel besser geeignet.

Die Fugen sollten niemals mit harten oder spitzen Gegenständen bearbeitet werden! Dieser Bereich des Bodens ist zwar dafür ausgelegt, einer hohen Belastung standzuhalten, kann aber trotzdem durch die Ausübung von starkem Druck mit spitzen Gegenständen schnell beschädigt werden.

Sobald hier ein Schaden vorliegt, kann z. B. Feuchtigkeit ungehindert unter das Parkett gelangen und sehr große Probleme verursachen.

Auch von der Benutzung von für Parkett ungeeigneten Reinigungsmitteln (Allzweckreiniger, Glasreiniger, Essig usw.) kann ich nur entschieden abraten!

Diese greifen den Holzboden an dieser verwundbaren Stelle zu sehr an, weswegen nur spezielle pH-neutrale Reinigungsmittel wie beispielsweise der Bona Sprühreiniger*, verwendet werden sollten, um Parkettfugen wieder hell und sauber zu bekommen.


Exkurs: Auch Wasserschäden stellen viele Parkettbesitzer vor große Probleme. Wie Sie mit Wasserflecken und Wasserschäden auf Parkett fertig werden können, erfahren Sie in folgendem Artikel:


Arbeitsschritte bei der Reinigung von Parkettfugen

Die Reinigung der Parkettfugen ist an sich zwar nicht sonderlich kompliziert, verlangt aber dennoch ein gewisses Maß an Ausdauer und Gründlichkeit.

Nehmen Sie zunächst ein Reinigungsmittel* Ihrer Wahl zur Hand und tragen es im Bereich der Fugen auf. Ich rate dazu, das Mittel 10 Minuten einwirken zu lassen, damit es seine Wirkung entfalten kann und feste Schmutzpartikel gelockert werden.

Jetzt brauchen Sie natürlich noch das richtige Hilfsmittel, um die Fugen richtig säubern zu können. Am leichtesten gelingt das tatsächlich mit einer einfachen, weichen(!!!) Zahnbürste, diese kann den Schmutz gut aus den schmalen Fugen lösen, ohne dabei das Parkett zu beschädigen.

Gehen Sie beim Schrubben gründlich der Reihe nach vor und versuchen Sie dabei so wenig Druck wie möglich auf die Fugen auszuüben. Durch das Schrubben lösen sich ältere Partikel und die Fugen werden wieder schön hell und vor allem sauber!

Das nach dem Putzen an die Oberfläche geratene Schmutzwasser kann einfach mit einem Baumwolltuch oder Küchenpapier aufgenommen werden, sobald Sie mit einem Bereich fertig sind.


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