Übergangsprofil von Parkett zu Fliesen

Moderne Grundrisse zeichnen sich vor allem durch offene Wohnraumkonzepte aus. Besonders in Bezug auf Wohnzimmer und Küche gehören klar voneinander getrennte Räume immer häufiger der Vergangenheit an.

Egal ob bei modernen offenen Wohnraumkonzepten oder bei der Verbindung klassischer Zimmer. Die Suche nach einem eleganten Übergang zwischen verschiedenen Bodenbelägen beschäftigt irgendwann jeden.

Hier stehen wir jedoch vor vielen Herausforderungen und Fragen. Wie schafft man im Wohnraum einen passenden Übergang von Fliesen zu Parkett? Was muss ich bezüglich des Höhenunterschieds bei einem Übergang beachten? Welche Möglichkeiten der Trennung gibt es konkret?

Keine Sorge, es gibt so ziemlich für jeden Fall ein geeignetes Übergangsprofil von Parkett zu Fliesen. Welches am besten ist, hängt vor allem von Ihrem persönlichen Geschmack und den räumlichen Gegebenheiten ab!

Übergänge zwischen Bodenbelägen – Diese Optionen haben Sie!

Vereinfacht gesagt, besteht die Möglichkeit eines Übergangs mit und ohne einer Schiene bzw. Leiste. Einige bevorzugen einen unauffälligen Übergang, während andere hingegen klare Abgrenzungen präferieren oder bestehende Höhenunterschiede ausgleichen möchten.

Die Leisten und Schienen sind in verschiedenen Größen erhältlich und lassen sich selbstverständlich bei Bedarf z. B. mit einer Flex oder Kappsäge schnell und unproblematisch passend zuschneiden.

Egal für welche Variante Sie sich letztendlich entscheiden, ganz ohne Fugen wird daraus werden. Parkett, Fliesen und andere Bodenbeläge reagieren sehr unterschiedlich auf Faktoren wie Feuchtigkeit oder Hitze.

Bewegungsfugen geben dem jeweiligen Bodenbelag genügend Spielraum zum Ausdehnen. Sie vermeiden auf diese Weise ärgerliche Probleme wie Spannungsrisse bei den Fliesen oder der Wölbung von Parkett.

Fliesenleisten bzw. Abschlussprofil

Bei offenen Wohnraumkonzepten kann es durchaus vorteilhaft sein, bestimmte Raumabschnitte (z. B. offener Wohnraum mit Küche, rund um eine Kochinsel) klar voneinander zu trennen. Eine Fliesenleiste* aus Edelstahl kann dabei den modernen Look unterstreichen und den Fußboden so noch eine besondere Note verpassen.

Besonders positiv ist die große Auswahl an Fliesenleisten. Neben zahlreicher Farben gibt es selbstverständlich auch noch Unterschiede bezüglich der Breite und Form der Abschlussprofile mit geraden Kanten oder eleganten Übergängen in Form eines Viertelkreises.

Bei Bedarf lassen sich Fliesenleisten zudem schnell zurechtschneiden. Die Leisten müssen allerdings schon bereits beim Legen der Fliesen eingeplant sein, da sie fest mit dem Unterboden verschraubt werden müssen.

Einfaches Übergangsprofil – Ein Klassiker

Ein gewöhnliches Übergangsprofil* ist eine simple und effektive Methode, um schnell einen Übergang zwischen Parkett und Fliesen zu schaffen. Die etwa 2 – 5 cm breiten Leisten sind in vielen Farben und Materialien erhältlich und kreieren eine klare Grenze zwischen zwei unterschiedlichen Bodenbelägen.

Normale Übergangsschienen sind allerdings nicht für unterschiedlich hohe Bodenbeläge geeignet! Für den Ausgleich des Höhenunterschieds müssen Sie stattdessen ein Anpassungsprofil verwenden.

Übergangsprofile werden in zwei Varianten angeboten: Fest mit dem Unterboden verschraubt & selbstklebend.

Die festgeschraubte Variante wird bereits vor dem Verlegen des Bodenbelags am Unterboden fixiert. Es handelt sich dabei also um eine langfristige und vor allem sehr stabile Lösung.

Selbstklebende Übergangsschienen sind dagegen leichter anzubringen, da nichts festgeschraubt wird. Das macht sie zur besten Lösung für alle Übergänge zwischen Fliesen und Parkett, die erst durch Umbaumaßnahmen entstanden sind.

Leider ist diese Variante im direkten Vergleich nicht ganz so stabil und daher müssen Sie die Leisten auch etwa alle 7 – 10 Jahre durch ein neues Modell austauschen.

Anpassungsprofil- Perfekt zum Höhenausgleich

Wünschen Sie sich aus rein optischen bzw. praktischen Gründen keine Kanten, sind Anpassungsprofile* die perfekte Wahl. Die etwa 4 – 5 cm breiten Leisten fallen zu einer Seite ab und eliminieren somit die unerwünschte Stolperfalle.

Auf diese Weise kann ein Anpassungsprofil selbst Höhenunterschiede von bis zu 3 Zentimetern angleichen. Auch hier gibt es wieder die Wahl zwischen einer fest verschraubten und einer selbstklebenden Variante.

Tipp: Besitzer eines Staubsaugerroboters sollten unbedingt zu einem Anpassungsprofil mit Höhenausgleich bzw. einem sauberen Übergangsprofil greifen. Größere Kanten stellen leider oft ein unüberwindbares Hindernis dar. Wer noch auf der Suche nach einem guten Saugroboter für Parkett ist, wird hier fündig:

Unauffällige Übergänge ohne Schienen und Leisten

Für alle unter Ihnen, denen Leisten bzw. sogar kleine Schienen ein Dorn im Auge sind oder die Sie sich einen ausgefallenen Übergang wünschen, gibt es natürlich auch eine Alternative ohne Leisten oder Schienen.

Klar ist, auch hier kommen Sie um eine schmale Dehnungsfuge nicht herum. Diese ist ca. 5 – 8 mm breit und besteht üblicherweise aus Spritzkork* oder einer anderen speziellen Fugenfüllmasse*.

Wie bereits erwähnt, ermöglicht das nicht nur flüssige Übergänge, sondern öffnet auch den Weg für besonders kreative Ansätze. Träumen Sie von einem überlappenden Übergang, einer treppenartigen Abstufung oder gar von kreisförmigen Aussparungen kombiniert mit Mosaikfliesen? All das ist hier umsetzbar!

Sie müssen jedoch beachten, dass keine Höhenunterschiede zwischen den beiden Bodenbelägen existieren. Parkett und Fliesen müssen in diesem Fall vollständig aufeinander abgestimmt sein. Welches Baumaterial sich jeweils am besten eignet, ist in erster Linie von der Belastung und der Funktion des Raumes abhängig.

Praktisch sieht es so aus, dass zuerst das Parkett nach Muster mit dem notwendigen 5 – 8 mm Abstand zur Bewegungsfuge verlegt wird. Anschließend werden auch die Fliesen auf ein entsprechend hohes Mörtelbett fixiert und auch an der Fuge ausgerichtet. Im Anschluss wird die Bewegungsfuge entsprechend aufgefüllt.

Einziger Nachteil dieser Methode ist wohl der höhere Aufwand. Je komplexer der Übergang, desto höher fallen auch die Anforderungen und somit auch die Kosten aus. Falls Sie auf der Suche nach einer einzigartigen Lösung sind und viel Wert auf ein gutes Endergebnis legen, müssen Sie sich unbedingt an Fachleute wenden!


Exkurs: Wie Sie die benötigte Menge an Parkett einfach berechnen können, lesen Sie in folgendem Beitrag:


Parkett zu Fliesen – Übergang mit oder ohne Schiene?

Hier gibt es kein richtig oder falsch. Ob ein Übergang des Bodenbelags mit oder ohne Schiene erfolgen sollte, hängt ausschließlich von den räumlichen Gegebenheiten und Ihrem persönlichen Einrichtungsstil ab.

Während die einen den Übergang lieber kaschieren möchten, bevorzugen andere eine klar sichtbare Kante. Auch die Farbe der Bodenbeläge spielt hier eine Rolle.

Stark kontrastreiche Farben (z. B. dunkles Mahagoniparkett und weiße Küchenfliesen) profitieren von einer klar erkennbaren Übergangsleiste, die beide Bodenbeläge voneinander abgrenzt.

Sollten Fliesen und Parkett hingegen einen ähnlichen Farbton haben, bietet sich dementsprechend eher ein möglichst unauffälliger nahtloser Übergang an.

Höhenunterschied bei Übergang zwischen Parkett und Fliesen

Falls Sie den Bodenbelag neu planen, müssen Sie unbedingt das Profil der Fliesen mit der Höhe des Parketts vergleichen. Abhängig von der Aufbauhöhe muss das Niveau der Bodenbeläge aneinander angepasst werden. Aus diesem Grund ist es ungeheuer wichtig, die gesamte Planung fachmännisch durchzuführen.

Entsteht der Höhenunterschied erst aufgrund einer Renovierung oder Umbauarbeiten, bleibt Ihnen die Möglichkeit, die unerwünschte Stolperfalle mit einem Anpassungsprofil zu kaschieren.


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