Schimmel auf Parkett erkennen und entfernen!

Zur Beruhigung: Das es auf oder unter Ihrem Parkettboden zu Schimmelbildung kommt, ist nur äußerst selten der Fall. Tatsächlich haben die meisten Flecken und Verfärbungen auf Parkett, die im ersten Moment wie Schimmel aussehen, einen anderen Ursprung.

Handelt es sich jedoch tatsächlich um Schimmel auf dem Parkett, so muss dieser natürlich schnellstmöglich entfernt werden, um gesundheitliche Auswirkungen zu vermeiden! Je schneller Sie in dieser Situation handeln, desto weniger Aufwand wird für die Schimmelbeseitigung benötigt!

Woran Sie einen Schimmelbefall auf oder unter einem Parkettboden erkennen können und wie Sie bei der Entfernung vorgehen können, lesen Sie in diesem Beitrag!

Was kann zu Schimmel unter dem Parkett führen?

Ein Schimmelpilzbefall des Parketts kann verschiedene Gründe haben, wobei die Hauptursache wohl auf Rohrbrüche zurückzuführen ist. Dabei saugt sich vor allem das unter dem Parkett liegende Dämmungsmaterial mit Feuchtigkeit voll und gibt diese nach und nach auch an die Holzdielen weiter.

Weitere häufige Ursachen für einen Pilzbefall auf Parkett sind das Wischen mit viel zu viel Wasser, eine zu hohe Luftfeuchtigkeit, ungenügendes Lüften in den Wintermonaten oder dauerhaft auftretende feuchte Bereiche an schwer zugänglichen Orten (z. B. unter Schränken oder Betten).

Sollten Sie Ihr Parkett mit Mitteln reinigen, welche die Oberflächenversiegelung angreifen (wie etwa Essig), steigt das Schimmelrisiko, da das Holz nicht mehr ausreichend vor Feuchtigkeit geschützt ist!

Wie erkenne ich ob Schimmel auf oder unter dem Parkett ist?

Bevor Sie harte Maßnahmen gegen den Pilzbefall ergreifen, ist es wichtig herauszufinden, ob es sich auch wirklich um Schimmel handelt. Verfärbungen und Flecken auf Parkett haben oft einen anderen Ursprung!

Am größten ist die Verwechslungsgefahr mit Schimmel bei dunklen Verfärbungen oder braun-gelben Flecken. Diese Bereiche sind zwar auch nicht schön, dabei handelt es sich jedoch nicht um Schimmel:

  • Gelb-braune Rückstände sind typische Indizien für Gerbsäureflecken. Sie treten auf, wenn ein metallisches Objekt (Stuhlbein, Pflanzentopf, Gießkanne) auf Holz steht und mit Feuchtigkeit in Berührung kommt.

    Gerbsäureflecken können mit dem richtigen Mittel effizient beseitigt werden. Wie Sie dabei vorgehen müssen, erfahren Sie in dem Beitrag unter diesem Link.

  • Bilden sich auf Ihrem Parkett dunkle (braune bzw. fast schon schwarze) leicht aufgequollene Verfärbungen, so deutet das auf Wasserflecken hin. Zwar haben Wasserflecken auf etwas mit Feuchtigkeit zu tun, es handelt sich dabei allerdings noch lange nicht um einen Schimmelpilzbefall!

    Was Sie gegen Wasserflecken tun können, erfahren Sie, wenn Sie diesen Link anklicken.

Es ist nicht immer einfach, einen Pilzbefall des Parketts schnell zu identifizieren, da sich Schimmel oft nicht an direkt einsehbaren Stellen befindet. Lediglich der Befall auf der Oberfläche lässt sich aufgrund der feuchten Rückstände und der typischen Schimmelbildung bereits auf den ersten Blick gut erkennen.

So so leicht hat man es leider nicht, wenn sich der Schimmel in den Parkettfugen oder unter den Holzdielen befindet. Ein erstes Indiz für Schimmel ist ein abgestandener, modriger Geruch, der auch trotz regelmäßigem Lüften nie ganz wegzugehen scheint.

Natürlich wäre es nicht wirtschaftlich sinnvoll, sofort einige Parkettdielen zu lösen und darunter nachzusehen. Schließlich wäre es sehr ärgerlich, im Anschluss festzustellen, dass sich darunter gar kein Schimmel befindet.

Um das Problem etwas eleganter anzugehen, hilft Ihnen es ein Hilfsmittel, welches auf den schönen deutschen Namen, „Holzfeuchtemessgerät„* hört.

Durch das Messen der Holzfeuchtigkeit, erhalten Sie Auskunft darüber, ob der Feuchtigkeitsanteil im Parkett über einem kritischen Wert liegt.

Die Restfeuchte Ihres Parketts sollte im Idealfall zwischen 6 – 12 % betragen. Höhere Werte lassen auf ein Problem mit einer hohen Feuchtigkeitsbelastung schließen. Auf dieser Grundlage ist ein Schimmelbefall unter dem Parkett leider sehr wahrscheinlich.

Ein gutes Holzfeuchtemessgerät kann auf für eine genauere Bestimmung auf verschiedene Holzarten eingestellt werden. Das Gerät verfügt über zwei Kontaktstifte, die je nach Bedarf auch tief in das Holz eindringen können.

Pilzsporen im Holz können theoretisch auch im Rahmen einer Laboruntersuchung nachgewiesen werden.

Sollten Sie sich danach noch nicht ganz sicher sein, können Sie natürlich jederzeit den Rat einer Fachkraft suchen und sich über geeignete Lösungen für Ihren individuellen Fall informieren lassen.

Was kann man gegen einen schimmeligen Parkettboden tun?

Die Methode, um den Schimmelbefall loszuwerden, hängt davon ab, ob sich der Schimmel auf, unter oder gar bereits in den Parkettdielen selbst befindet. Je stärker der Befall fortgeschritten ist, desto komplizierter gestaltet sich die Beseitigung des Schimmels.

Ist der Pilzbefall lediglich an der Oberfläche des Parkettbodens entstanden, ist as Entfernen des Schimmels auf Parkett problemlos möglich.

Zunächst sollten Sie sich 70 % Isopropanol- oder Isopropylalkohol* besorgen und damit die betroffene Fläche in regelmäßigen Zeitabständen abwischen. Vergessen Sie dabei nicht für eine gute Durchlüftung des Raums zu sorgen und zu Ihrem eigenen Schutz Arbeitshandschuhe zu tragen.

Sobald dem Schimmel die Lebensgrundlage entzogen wurde, steht es Ihnen offen, den Bereich zusätzlich mit einem chlorfreien Schimmelentferner* einzusprühen. Das senkt das Risiko, dass Schimmelsporen tatsächlich überlebt haben könnten.

Behalten Sie nun die behandelte Stelle auf dem Parkett für mehrere Wochen im Auge. Sollten keine Veränderungen auftreten, hat sich das Schimmelproblem sehr wahrscheinlich erledigt. Um Unterschiede einfacher festzustellen, empfehle ich etwa alle zwei Tage Fotos vom Bodenbelag zu schießen.

Verzichten Sie bitte auf Experimente mit Hausmitteln wie etwa Essig. Oftmals schaden sie dem Holz mehr als sie helfen und dienen dem Schimmel mit organischen Inhaltsstoffen sogar noch als Nahrung.

Ist der Schimmel bereits in das Holz eingezogen oder befindet sich gar unter dem Parkett, reicht eine solche oberflächliche Reinigung natürlich nicht mehr aus. Hier kommt es auf den Einzelfall an.

Hat sich der Schimmel bereits stark ausgebreitet, müssen Sie die betroffenen Stellen im Holzboden vollständig ersetzten, um das Problem loszuwerden. Ein Ausbau einzelner Parkettdielen ist tatsächlich keine große Sache. Das sollte allerdings immer von einem Spezialisten durchgeführt werden.

Wie Sie einzelne Parkettdielen ersetzen können, lesen Sie im folgenden Artikel:

Parkett in Grauton Wohnzimmer

Leider wird jedoch immer ein kleiner Unterschied zwischen dem neuen Holz und dem alten Holz sichtbar bleiben. Ein guter Parkettleger ist dennoch in der Lage, das Parkett optisch nah aneinander anzugleichen.

Ist der Schimmel hingegen nur leicht eingezogen, genügt unter Umständen ein tiefes Abschleifen in Verbindung mit einer Schimmelentfernung. Dabei sollten Sie sich allerdings sicher sein, dass auch wirklich sämtliche Schimmelrückstände im Parkett durch das Abschleifen beseitigt werden.


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