Lässt sich Parkett nachträglich versiegeln?

Für eine neue Versiegelung muss Parkett in den meisten Fällen abgeschliffen werden. Daher kommt das nachträgliche Versiegeln nur dann infrage, solange die Nutzschicht Ihres Parketts noch ausreichend hoch für das Schleifen ist.

Parkett verliert durch das Schleifen etwa 0,5 – 1 Millimeter seiner Nutzschicht. Ist die Nutzschicht unter 2 mm dick, ist das Abschleifen riskant. Gerade bei Fertigparkett ist diese Voraussetzung häufig nicht gegeben.

Zudem hängt die Machbarkeit von der Art der Versiegelung ab. Oft taucht in diesem Zusammenhang die Frage auf, ob sich geöltes Parkett nachträglich mit Lack versiegeln lässt? Leider ist das aber häufig sehr schwierig.

Geöltes Parkett Nachzuölen oder einem älteren lackierten Parkettboden eine neue Lackschicht zu verpassen ist hingegen kein Problem und gängige Praxis.

Natürlich kann es vorkommen, dass Sie nicht genau wissen, welche Oberflächenbehandlung bei Ihrem Parkett vorliegt. Das ist allerdings kein Problem, mithilfe des folgenden Beitrags lässt sich das leicht herausfinden:

Geöltes Parkett nachträglich mit Lackierung versiegeln

Parkett Pinsel Streichen

Grundsätzlich wird von so einem Vorhaben zwar abgeraten, es gibt allerdings auch Ausnahmen. Das Problem liegt darin, dass das Parkettöl meist sehr tief und zudem unterschiedlich weit in das Holz einzieht.

Grundsätzlich sollten Sie so ein Vorhaben nur von einem Parkettlegemeister bzw. einer ähnlich geeigneten Fachkraft durchführen lassen. Sie sollte auf Ihre individuelle Situation eingehen und Ihnen notfalls auch von diesem Projekt abraten. Daher ist es auch nicht verkehrt, sich mehrere Meinungen einzuholen.

Falls beim Abschleifen noch Ölrückstände im Parkett bleiben, verursacht das auf kurz oder lang unschöne Verfärbungen bzw. Flecken auf dem Holz direkt unterhalb der neuen Lackschicht-Versiegelung.

Genau dieser Punkt kommt Fertigparkett bzw. Industrieparkett zu Gute. Dieses Parkett unterläuft einer industriellen Ölung, bei der üblicherweise nicht Parkettöl aufgebracht wird. Dadurch kann das Öl nicht tief in das Holz einziehen und das Auftreten der oben beschriebenen Risiken ist deutlich weniger wahrscheinlich.

Parkettversiegelung erneuern

Für das Versiegeln mit Lack muss das Parkett im Vorfeld abgeschliffen werden (Achtung: (Nutzschicht beachten!). Erst danach kann die Lackschicht auf dem Holz aufgetragen werden. Eine gute Übersicht mit allen notwendigen Schritten von den Kollegen von „haus.de“, finden Sie hier.

Geöltes Parkett hat hingegen den Vorteil, dass auch punktuell nachgeölt werden kann, was bei einem lackierten Parkett nicht möglich ist. Auch die jährliche Behandlung mit Grundreiniger* und das Nachölen mit Pflegeöl* können einen geölten Parkettboden ganz ohne Schleifen oft zu altem Glanz verhelfen!

Eine Anleitung zum Nachölen von Parkett finden Sie unter diesem Link auf unserer Seite.

Sollten die Schäden jedoch zu gravierend sein, so kann auch ein mit Öl versiegelter Holzboden natürlich geschliffen und neu geölt werden. Auch das partielle Abschleifen bestimmter Flächen ist ggf. eine Option.

Dabei können Sie dem Bodenbelag auch in einem völlig neuen Farbton erscheinen lassen. Wie das genau funktioniert, lesen Sie in folgendem Beitrag:


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