Weiß geöltes Parkett – Das müssen Sie wissen!

Helle Farbtöne in den eigenen vier Wänden sind derzeit voll im Trend. Mithilfe von hellen, neutralen Farbtönen lässt sich schnell ein moderner Look kreieren. Diese Entwicklung macht daher auch vor Parkettböden nicht halt, weswegen in Baumärkten und Online-Shops vermehrt Produkte in der Kategorie „Parkettboden weiß geölt“ auftauchen. Doch was kann man sich darunter eigentlich vorstellen?

Diese Frage ist berechtigt, nicht selten erreichen mich verwunderte Nachfragen zu diesem Thema. Auf den ersten Blick kann diese Bezeichnung durchaus verwirrend erscheinen. Weiß geöltes Parkett ist in vielen Fällen nämlich gar nicht so weiß, wie der Name vermuten lässt.

Vielmehr handelt es sich dabei um hellere neue Farbvarianten, die durch das „weißen“ der bei uns beliebten Holzarten entstehen. Bei weiß geöltem Parkett wird also vereinfacht dargestellt die natürliche Farbe des Holzes reduziert und das Parkett wird heller. Auch das ansonsten unscheinbare Astbild kommt durch die weiße Ölung wesentlich besser zur Geltung.

Auf Wunsch gibt es aber dennoch fast annähernd weiße Parkettvarianten. Das ist beispielsweise bei den polarweiß gebürsteten Parkettvarianten der Fall. Natürlich bleiben auch in diesem Fall die schützenden Eigenschaften des Parkettöls bestehen. Es darf sich schließlich nicht alles nur um das Aussehen drehen.

Wie kommt man nun an das“geweißte“ Parkett?

Grundsätzlich existieren zwei Möglichkeiten, um an einen geweißten Parkettboden zu gelangen. Entweder Sie greifen beim Kauf direkt zu einem weiß geölten Fertigparkett, oder Sie entscheiden sich dafür, Ihren bereits verlegten Parkettboden nachträglich zu weißen.

Besonders beliebt in der Kategorie Fertigparkett sind bei uns die Varianten „Eiche weiß geölt“, sowie „Esche weiß geölt“. Fertigparkett wird schon werkseitig vorbehandelt und ist je nach persönlicher Vorliebe jeweils mit geölter bzw. lackierter Oberflächenbehandlung verfügbar.

Eichen-, Ahorn- und Eichenholz sind Holzarten, die sich wegen ihres hohen Gerbsäuregehalts im Laufe der Jahre gelblich verfärben können. Auch das natürliche Nachdunkeln von Parkett durch Sonneneinstrahlung wird von vielen bei der Farbauswahl nicht berücksichtigt.

Durch das weißen des Parketts wird diese Entwicklung sozusagen „kaschiert“ und Sie können sich länger an einem hellen Farbton erfreuen.

Das Fertigparkett hat dabei den großen Vorteil, dass Sie bereits bei der Auswahl des Parketts den endgültigen Farbton zu Gesicht bekommen. Klingt vielleicht im ersten Moment nicht besonders, allerdings liegt genau hier die Tücke beim weißen von bereits verlegten Parkettdielen.

Übrigens: Kratzer auf Parkett sind eine sehr ärgerliche Angelegenheit. Wie Sie das Risiko eines zerkratzen Parkettbodens stark minimieren können, erfahren Sie in folgendem Beitrag bei uns:



Wie bereits anfangs erwähnt, führt das weißen von Parkett je nach Holzart zu einem sehr unterschiedlichen Ergebnis. Daher gibt es leider auch keine Garantie dafür, dass der von Ihnen gewünschte Farbton erzielt wird.

Genau aus diesem Grund sollten Sie das weiß ölen von Parkett auch geeigneten Fachkräften anvertrauen. Diese können Ihnen dank ihrer Erfahrung realistische Prognosen bezüglich der Farbe abgeben und die Arbeit natürlich auch professionell ausführen.

Gerade für Besitzer eines fertigen Massivparketts kann diese Option durchaus günstiger ausfallen als der Kauf eines neuen weiß-geölten Fertigparketts.

So wird ein alter Parkettboden weiß geölt

  1. Um das Aussehen des Parketts zu verändern, muss dieses zuvor abgeschliffen werden. Da dieser Vorgang länger dauert und spezielle Schleifmaschinen erfordert, wird diese Aufgabe meist von Fachbetrieben übernommen. Eine Anleitung zum Schleifen von Parkett finden Sie bei den Kollegen von „selbermachen.de“ unter diesem Link.

  2. Erst danach sind die Poren des Holzes geöffnet und bereit das Parkettöl aufzunehmen. Für das weißen von Parkett ist z. B. das „WOCA Meisterbodenöl Weiß“ hervorragend geeignet. Pro Quadratmeter sollten Sie mit ca. 100 ml Parkettöl rechnen.

    Das Öl wird dabei mithilfe eines Ölrollers auf der Oberfläche verteilt. Nach 20 Min. Wartezeit muss überschüssiges Parkettöl mit einem Moosgummiwischer* und einem Baumwolltuch entfernt werden.

  3. Im Anschluss wird das Öl in das Parkett „eingearbeitet“. Dies kann abhängig von der Größe der Fläche maschinell bzw. händisch erfolgen. Für das manuelle Bürsten wird dafür ein sogenanntes grünes Pad* samt Pad-Halter* benötigt.

    Bei größeren Flächen leiht man sich üblicherweise eine Tellermaschine (bzw. Einscheibenmaschine) mit dem dazu passenden grünen Pad bei einem lokalen Fachhändler aus.

  4. Nach dem Auftragen des Parkettöls muss das Parkett etwa einen ganzen Tag lang trocknen. Die Durchführung einer feuchten Reinigung sollte danach erst nach ca. 10 Tagen erfolgen. Für die anschließende Pflege des Bodens empfehle ich eine geeignete Holzbodenseife* für weiß geölte Parkettböden.

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