Kann man einen Kühlschrank auf Parkettboden stellen

Parkett in der Küche erfreut sich steigender Beliebtheit. Er verleiht dem Raum eine mit Fliesen oder PVC Böden nur schwer zu erreichende Eleganz.

Doch ein Parkettboden muss natürlich auch entsprechend behandelt werden, dementsprechend wollen viele hier kein unnötiges Risiko eingehen. Eine Frage, die man sich in diesem Zusammenhang oft stellt, ist: „Darf ich eigentlich einen Kühlschrank auf Parkett stellen?“


Übrigens: Einen übersichtlichen Beitrag über alle Vor- und Nachteile eines Parkettbodens in der Küche finden Sie auch bei uns!


Was sind die typischen Sorgen in diesem Fall?

Schauen wir uns zuerst mal die gängigsten Sorgen an, wenn man seinen Kühlschrank auf Parkettboden platzieren will. Das sind meiner Meinung nach folgende 3 Punkte:

  • Angst vor Wasserschäden/-flecken auf dem Parkettboden
  • Sorge vor sichtbaren Druckstellen bzw. sogar Löchern im Parkett
  • Eventuell erhöhter Geräuschpegel durch Vibration

Bevor man sich allerdings über mögliche Langzeitschäden Gedanken macht, sollte man in erster Linie an den Einbau bzw. das Aufstellen des Kühlschranks denken. Hierbei sollte man unbedingt mit einer Gleitunterlage (z. B. altes dickes Handtuch und Holzlatten, etc.) arbeiten. Ansonsten drohen tiefe und lange Kratzer in Parkett!

Der Kühlschrank verursacht auf Parkett Wasserschäden?

Wasserflecken (im schlimmsten Fall ein Wasserschaden) sind natürlich der Feind eines jeden Parkettbesitzers. Da man am und im Kühlschrank relativ viel mit Flüssigkeiten und Feuchtigkeit zu tun hat, fragt man sich hier zurecht, ob man hier etwas dagegen tun kann?

Der schlimmste Fall hierbei ist, wenn der Kühlschrank nicht richtig enteist, oder es Probleme mit einem Schlag gibt und Wasser ausläuft.
Ein weiteres Problem ist manchmal die Bildung von Kondenswasser und undichte Stellen. Bei moderneren Kühlschränken sollte eigentlich all das nicht mehr auftreten, in der ersten Zeit sollte man aber trotzdem vorsichtshalber drauf achten.

Wer auf Nummer sichergehen will, der kann einfach eine solche Bodenschutzmatte* zurechtschneiden und unter den Kühlschrank stellen. Durch diese Unterlage gelangt das Wasser unterhalb des Kühlschranks nicht auf den Boden. Falls doch mal mehr austreten sollte, verschafft Ihnen so eine Matte durchaus zusätzliche Zeit, um zu reagieren.

Sie ahnen es schon: Der einfachste Tipp ist natürlich, öfters drauf zu achten, ob nicht doch eine Kleinigkeit verschüttet wurde und dementsprechend einen Lappen griffbereit halten. Eine gewisse Achtsamkeit ist hier also schon angebracht.

Da es aber (zum Glück!) nicht auf der Tagesordnung steht, dass Kühlschränke dauerhaft Flüssigkeit verlieren, handelt es sich hierbei um Vorsichtsmaßnahmen, um keine böse Überraschung erleben zu müssen.

Entstehen durch das Gewicht Druckstellen?

Das Kühlschränke nicht zu den leichtesten Küchengeräten gehören, sollte sich inzwischen herumgesprochen haben. Diese Frage ist tatsächlich etwas knifflig zu beantworten, da vieles von ihren individuellen Umständen abhängt. Welchen Parkettboden besitzen sie? Wie viel wiegt ihr Kühlschrank?…

Das hier wäre zum Beispiel einer dieser schweren Kühlschränke

Um Sie direkt zu beruhigen, für die allermeisten Kühlschränke, die auf dem europäischen Markt zu erwerben sind, ist das keine gängige Problematik. Das Gewicht ist hier schlicht nicht hoch genug.

Anders sieht es aber bei amerikanischen Kühlschränken (side-by-side) und sehr großen Modellen aus. Diese wiegen oft wesentlich mehr und steigern so natürlich die Gefahr von Druckstellen. Es gibt aber auch hier Lösungen, um dem Problem vorzubeugen.

Meistens verteilt sich das Gewicht des Kühlschranks punktuell auf die kleinen Füße, die damit natürlich einen gewissen Druck auf den Boden ausüben. Nun ist es aber so, dass beispielsweise dieser Druck bei einem Boden aus Eichenholz nicht ausreicht, um auch nur ansatzweise Dellen in den Boden zu drücken.

Anders sieht es aber schon bei billigerem Fertig-Parkett mit hohem Pressspan Anteil aus, hier müsste im Optimalfall die Last des Kühlschranks auf eine größere Fläche verlagert werden.

Was können Sie dagegen tun: Das wichtigste vorab. Wenn Sie einen typischen mittelgroßen europäischen Kühlschrank besitzen und ihr Boden aus einer stabilen Holzart (z. B. Esche, Eiche…) gemacht ist, haben Sie keine Druckstellen zu befürchten!

Wenn Sie sichergehen wollen, können Sie aber gerne (auch aufgrund der vorhin angesprochenen möglichen Wasserschäden) eine solche Unterlage verwenden, wenn Sie den Kühlschrank auf Ihren Parkettboden stellen. Auch zurechtgeschnittene Streifen einer solchen Waschmaschinen-Unterlage* sind (je nach Beingestaltung des Kühlschranks) eine Option, um den Kühlschrank drauf zu stellen und so eine leichte Gewichtsverteilung zu schaffen.

Wenn Sie trotz allem denken, ihr Kühlschrank würde ihrem Boden Schaden zufügend, gibt es noch eine Lösung. Diese erfordert allerdings etwas handwerkliches Geschick und die Optik leidet ein wenig darunter.
Die Lösung ist folgende: Sie schneiden eine stabile (z. B. Eiche), durchgehende Holzplatte zurecht und stellen diese darunter. Um das optisch ansprechender zu gestalten, empfehle ich die Vorderkante der Holzplatte passend zum Parkett zu beizen/lackieren.

Steigt der Lärmpegel durch den Holzuntergrund?

Bei dieser Problematik gibt es einen ganz einfachen Trick, um dem ganzen vorzubeugen. Man misst die Länge seines Kühlschranks und schneidet zwei Streifen einer Waschmaschinen-Unterlage zurecht – wie zum Beispiel dieser hier* – damit man den Kühlschrank drauf stellen kann (alternativ, je nach Größe der Kühlschrankbeine könnten auch solche Schwingungsdämpfer* funktionieren. Dies sorgt für weniger Vibration und eine leichte Umverteilung des Gewichts, sodass das Gerät dann leiser läuft.

Fazit

Ja, einen Kühlschrank auf Parkett zu stellen erfordert ein wenig mehr Aufmerksamkeit und Vorbereitung, als in traditionell gestalteten Küchen. Es handelt sich aber KEINESFALLS um eine unlösbare Aufgabe und mit den oben genannten Tipps und ein wenig mehr Aufwand steht ihnen bei diesem Vorhaben nichts mehr im Wege!


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