Welche Parkettart eignet sich für Sie am Besten?

Aufgrund der großen Auswahl scheint es heutzutage gar nicht so leicht, sich für den richtigen Parkettboden zu entscheiden. Doch keine Sorgen, die Angelegenheit ist gar so kompliziert, wie Sie vielleicht denken. Ein wichtiges Entscheidungskriterium ist die Wahl der Parkettart. Doch welche Parkettarten gibt es eigentlich?

Allgemeinhin wird bei Parkett grob zwischen Massivparkett (auch Einschicht-Parkett genannt) und Mehrschicht-Parkett unterschieden.

Während sich mehrschichtiges Parkett sich aus mehreren Schichten Sperrholz bzw. Holzwerkstoffen sowie der oberen Deckschicht aus fertigem Vollholz zusammensetzt, wird einschichtiges Parkett ausschließlich aus massivem Vollholz gefertigt.

Die Unterschiede bei Parkett spielen sich auf den ersten Blick daher lediglich im Inneren ab. Allerdings ergeben sich daraus viele Vor- und Nachteile in Bezug auf die Langlebigkeit und mögliche Nachbesserungen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Preisgestaltung haben.

Hinweis: Neben der Wahl der Parkettart spielen vor allem auch das Verlegemuster eine wichtige Rolle. Ausführliche Beiträge zu diesen Themen finden Sie hier:

Wie setzt sich der Preis der Parkettarten zusammen?

Für den ersten große Kostenfaktor spielt die Dicke der Nutzholzschicht des Parketts eine wichtige Rolle. Die Nutzschicht gibt nämlich vor, wie oft das Parkett später geschliffen werden kann. Da diese bei massivem Parkett deutlich stärker ausfällt, kostet es im Vergleich zu Mehrschichtparkett dementsprechend mehr.

Der zweite wesentliche Kostenfaktor ist die Wahl der Holzart. Auch hier lässt sich vereinfacht sagen, dass einheimische Holzarten oft deutlich günstiger zu erhalten sind wie tropische Varianten. Allerdings gibt es natürlich auch in unseren Breitengraden teure Hölzer, die selten vorkommen bzw. einer speziellen Behandlungsmethode bedürfen.

Das gilt beispielsweise für harte Holzarten wie Eichenholz. Da diese Bäume langsamer wachsen, entsteht eine besonders stabile Holzstruktur. Dieses Attribut lässt den Preis dementsprechend höher steigen.

Der Preis der Parkettarten pro Quadratmeter fängt aufgrund der vielfältigen Auswahlmöglichkeiten bereits bei ca. 20 € an und kann bei speziellen Wünschen dementsprechend schnell steigen.

Die Kosten für einen hochwertigen Parkettboden können sich daher schnell im Bereich von 400 – 500 € bewegen. Für einen qualitativ guten Parkettboden, an dem Sie sich viele Jahre lang erfreuen können, sollten Sie mindestens mit Kosten um die 50 €/m² rechnen.

Parkettarten: Was ist Massivparkett?

Wie der Name vermuten lässt, besteht diese Parkettart aus einem massiven Stück Holz und wird aus diesem Grund auch als Einschichtparkett bezeichnet. Diese Parkettart hat dadurch zurecht den Ruf, sehr robust und langlebig zu sein. Bei der Anlieferung befindet es sich daher in einem unbehandelten Zustand.

Dies hat zur Folge, dass es beim Verlegen zusätzlich noch geschliffen und versiegelt werden muss. Für Massivparkett wird empfohlen, ihn fest mit dem Unterboden zu verkleben und nicht schwimmend zu verlegen. Dafür sind meist allerdings zusätzliche Arbeiten (wie etwa das Grundieren des Untergrunds) erforderlich.

Dieser Aufwand lohnt sich jedoch, weil Massivparkett ein Boden für die „Ewigkeit“ ist. Dank seiner Beschaffenheit besitzt er eine 6 – 22 mm dicke Nutzschicht und kann oft abgeschliffen werden. Durch diese Aufarbeitung lässt sich das Aussehen des Bodenbelags auch in Zukunft immer wieder anpassen und der Boden erneut in neuem Glanz erstrahlen.

  • Industrieparkett
  • Stabparkett
  • Lamparkett
  • Dielenparkett

Wodurch zeichnet sich Mehrschichtparkett aus?

Im Gegensatz zu Massivparkett wird Mehrschicht bereits bei der Produktion geschliffen. Auch die Oberflächenbehandlung mit Parkettlack bzw. Parkettöl findet schon werkseitig statt, daher wird Mehrschichtparkett inzwischen umgangssprachlich auch „Fertigparkett“ genannt.

Mehrschichtparkett ist auch hier lediglich der übergeordnete Begriff. Meist stehen dabei 2 Varianten zur Wahl:

  • Zweischichtparkett
  • Dreischichtparkett

Der Unterschied zwischen dem Zweischicht- und Dreischichtparkett kann auf die verbesserte Stabilität aufgrund der zusätzlichen Schicht heruntergebrachten werden. Die Dicke dieser Holzschichten fällt jedoch von Hersteller zu Hersteller immer ein wenig unterschiedlich aus. Daher sollten Sie beim Kauf die Modelle jeweils einzeln miteinander vergleichen.

Der große Vorteil dieser Parkettart liegt in der einfachen und flexiblen Verlegung. Meist wird Fertigparkett nämlich als sogenanntes Klickparkett angeboten. Dabei erfolgt die Verlegung des Holzbodens über ein simples Klick-System. Zudem kann Mehrschichtparkett je nach persönlicher Vorliebe schwimmend verlegt bzw. auch fest mit dem Boden verklebt werden.

Um diese Parkettart zu einem günstigeren Preis auf dem Markt zu positionieren, wird das Parkett aus 2 – 3 verleimten Schichten zusammengesetzt. Dabei besteht lediglich die sichtbare Nutzschicht aus hochwertigem Holz. Diese Nutzschicht ist meist etwa 2 – 6 Millimeter dick, wodurch ein Abschleifen nicht immer möglich ist.

Die darunter liegenden Schichten können sich z. B. aus Hartfaserplatten, Sperrholz und anderen preiswerten Holzmaterialien zusammensetzen. Trotzdem besteht auch das Mehrschichtparkett vollständig aus Echtholz und ist keine billige Nachahmung. Der Vorteil dieses Aufbaus ist zudem ein vergleichsweise geringes Quell- und Schwindverhalten des Parketts.


Übrigens: Falls es Sie interessiert, wie viel es kostet, einen Parkettboden verlegen zu lassen, finden Sie in folgendem Beitrag weitere Informationen auf diese Frage:


Übersicht: Massivparkett vs. Mehrschichtparkett – Vor- und Nachteile

MassivparkettMehrschichtparkett
Die Vorteile– kann oft wiederaufbereitet werden

– hält problemlos „ein ganzes Leben“

– sehr wertiges Aussehen
– schnelle und einfache Verlegung

– vergleichsweise günstiger Preis

– besser für Fußbodenheizung geeignet
Die Nachteile– hohe Anschaffungskosten

– Verlegung fällt teurer aus

– muss verklebt verlegt werden
– geringere Lebensdauer

– Ausbesserungen sind aufgrund der
dünnen Nutzschicht leider schwierig

Parkett und Fußbodenheizung: In Zusammenhang mit einer Fußbodenheizung sollte das Parkett auf lange Sicht hin problemlos mit hohen Temperaturschwankungen zurechtkommen. Welches Parkett sich dafür besonders eignet und was es dabei sonst noch zu beachten gibt, lesen Sie in folgendem Beitrag bei uns:


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