Parkett wieder zum Glänzen bringen

Ein glänzender Parkettboden ist natürlich ein richtiger Hingucker, doch um dieses Aussehen auch langfristig erhalten zu können, sind gewissen Vorkehrungen und Reinigungsroutinen notwendig. Diese unterscheiden sich auch stark, je nachdem wie Ihr Holzboden versiegelt wurde.

Nicht jeder Holzboden eignet sich außerdem für eine Hochglanz-Optik und ist durch seine Beschaffenheit und Versiegelung eher auf ein mattes Aussehen angelegt. Wie Sie das für Ihren jeweiligen Parkettboden herausfinden können und wie Sie durch eine einfache Reinigungsroutine lange Freude an diesem Aussehen haben werden, lesen Sie in diesem Beitrag.

Oberflächenbehandlung ist ausschlaggebend

Bevor es so richtig losgeht, müssen Sie unbedingt wissen, welche Oberflächenbehandlung Ihr jeweiliger Holzboden erfahren hat!
Folgendes Szenario höre ich aber immer wieder: Sie beziehen eine neue Wohnung oder ein neues Haus, in dem bereits ein Parkettboden verlegt wurde. Diesen wollen Sie natürlich aufpäppeln und fragen sich, wie Sie diesen Boden wieder schick aussehen lassen können.

Nun ist es aber tatsächlich so, dass nicht jeder Holzboden von vornherein für ein glänzendes Aussehen konzipiert worden ist. Tatsächlich wird die Optik des Bodens maßgeblich bei der Verlegung nach einem Abschleifen von der ausgewählten Oberflächenbehandlung bestimmt.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen geölten und mit Parkettlack versiegelten Holzböden, die beide Vor- und Nachteile haben. Wir konzentrieren uns hier aber nur auf die optischen Unterschiede. Geölte Böden haben ein viel natürlicheres Aussehen, bei dem die Farbe und die Poren des Holzes viel stärker wahrnehmbar sind. Dadurch entsteht eine sehr warme Ausstrahlung, welche zwar einen leichten Glanz hat, im Wesentlichen aber eher zurückhaltend rüberkommt.

Im Gegensatz dazu wird bei dem lackierten Holzboden das Holz durch den namensgebenden Lack geschützt. Wie Sie sich jetzt bestimmt denken können, kann die Oberfläche dadurch nach Wunsch in einem schönen Hochglanz erstrahlen.
Natürlich müssen beide Varianten entsprechend routinemäßig gepflegt und gereinigt werden. Doch unabhängig von der Oberflächenbehandlung ist es wichtig zu wissen, dass Holzböden nur nebelfeucht gewischt werden dürfen! Größere Wasserrückstände können nämlich schnell zu einem Aufquellen führen.

Geölter Parkettboden

Auch wenn es vielerorts unterschiedliche Empfehlungen für geölte Parkettböden gibt, kann ich Sie beruhigen, denn es gibt hier nur ein magisches Stichwort: Holzbodenseife*!
Sie ist frei von jeglichen Zusatzstoffen und besteht aus natürlichen Pflanzenfetten, was eine sehr schonende und trotzdem gründliche Reinigung möglich macht. Die Holzbodenseife reinigt aber nicht nur die Böden, Sie hinterlässt auch einen hauchdünnen, für Sie optisch nicht sichtbaren Schutzfilm, der dem Boden zusätzlichen Schutz bietet. Es gibt Sie speziell für naturfarbene, weiße/helle und graue Parkettböden, Sie bietet dadurch auch eine Auffrischung des jeweiligen Farbtons.

Geölte Parkettböden MÜSSEN regelmäßig nachgeölt werden, nur auf diese Weise kann Ihr Holzboden geschützt werden und seine natürliche Ausstrahlung erhalten werden. Dieser Vorgang sollte mindestens einmal im Jahr erfolgen und erfordert ein gründliches Putzen mit einem Intensivreiniger*, sowie das Auftragen eines Parkettöls Ihrer Wahl. Wie das Nachölen genau funktioniert, habe ich in folgendem Beitrag kompakt für Sie zusammengefasst.

Lackiertes Parkett

Ein Holzboden mit einer Lackversiegelung ist im Prinzip theoretisch leichter zum Reinigen, da nur die Lackschicht und nicht die darunter liegende Holzstruktur von Schmutz befallen wird. Trotzdem muss diese natürlich gepflegt werden, da sie im Laufe der Zeit ansonsten Ihren Glanz verlieren kann und der Fußboden schnell „abgenutzt“ aussehen kann.

Die Reinigung erfolgt mithilfe eines guten Parkettreinigers, der keine Streifen hinterlassen soll. Dafür eignet sich zum Beispiel der unangefochtene Bestseller der Firma „Bona“ hervorragend. Um die Hochglanzoptik erzielen zu können, ist zudem die Verwendung eines solchen Parkett-Polish* Produktes unerlässlich. Dieses sorgt für den typischen Glanz und zudem dafür, dass feine Kratzer und Striemen unsichtbar werden und ein einheitliches Gesamtbild entsteht.

Diese Dinge sollten Sie in Zukunft vermeiden!

Aufgrund der leider oft erwähnten „falschen“ Tipps zur Reinigung eines Parkettbodens muss ich darauf hier noch einmal explizit eingehen. Die üblichen chemischen Reinigungsmittel eignen sich größtenteils NICHT für die Verwendung auf solchen Holzböden!

Im Klartext bedeutet das, dass Mittel mit Chlor, Ammoniak, Säure etc. hier tabu sind. Das beste Beispiel hierfür ist Essig: Es wird oft empfohlen, einen Schuss Essig in das Wischwasser zu geben, das soll angeblich eine bessere Reinigung ermöglichen. Essig ist zwar allseits als Haushaltstipp bekannt und schafft es in der Tat viele Flächen sauber zu kriegen, gerade auf Parkettböden hat das aber einen sehr hohen Preis. Essig ist ein sehr aggressives Mittel und bewirkt lustigerweise, dass die Parkettoberfläche matt wird. Also genau das Gegenteil von dem, was wir eigentlich erreichen wollten!

Auch Mittel wie Scheuermilch und Schmierseife haben andere negative Auswirkungen auf den Holzboden und sollten ausdrücklich vermieden werden.
Die Reinigung der Böden sollte außerdem nicht mit einem Mikrofaser-Tuch durchgeführt werden. Bei größerer Druckausübung können nämlich feine Kratzer auf der Parkettoberfläche entstehen, da Mikrofaser Tücher aus vielen sehr kleinen härteren Schleifkörnchen bestehen.

Was hilft dabei, altes Parkett zum Glänzen zu bringen?

Ein frisch verlegter Holzboden hat es natürlich wesentlich leichter, auf ihm sind die Kratzer, Laufspuren und Abnutzungen der letzten Jahre oder Jahrzehnte noch nicht sichtbar. Wie können Sie es also schaffen, dass auch dieser Boden wieder seinen alten Glanz erhalten kann?

Hier habe ich gute und schlechte Nachrichten für Sie, die schlechte zuerst: Aufgrund des Alters ist der Aufwand, der betrieben werden muss, wesentlich größer und meistens reichen die oben beschriebenen Maßnahmen nicht aus. Sie werden natürlich eine Verbesserung bemerken, aber der Boden wird leider nicht wie neu aussehen.

Doch keine Angst, ich habe schließlich noch die gute Nachricht: Anders als bei anderen Fußböden kann ein Parkettboden mit ein wenig Mehraufwand und/oder professioneller Hilfe in seinen ursprünglichen Zustand versetzt werden. Auch wenn viele Personen das nach Möglichkeit immer aufschieben wollen, kann Parkett einfach abgeschliffen werden, sobald Oberflächenschäden entstanden sind. Bei Holzböden ist das ein eingeplanter Vorfall und kann bei qualitativ hochwertigem Parkettboden mit hoher Nutzschicht sogar öfters wiederholt werden. Somit kann auch ein 40 Jahre alter Parkett wie neu wirken.

Sollten Sie noch keine Erfahrung damit haben, empfehle ich ausdrücklich, die Arbeiten von einem Fachmann durchführen zu lassen! Wie genau das funktioniert und auf was Sie eventuell achten müssen, können Sie im Detail in diesem Beitrag der Kollegen des „OBI Magazins“ nachlesen.


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