Graue Flecken auf Parkett beseitigen

Nach einiger Zeit der Nutzung ist es normal, wenn auf der Oberfläche eines Parkettbodens Abnutzungserscheinungen oder Verfärbungen (z. B. durch Sonneneinstrahlung) auftreten.

Da es sich bei einem Holzboden nun mal um einen Naturbaustoff handelt, sind solche Veränderungen vollkommen natürlich. Ärgerlicherweise können Verfärbungen in Ausnahmefällen allerdings auch schon bereits nach einigen Wochen auftreten.

Eine mögliche Erscheinung kann die Entstehung von grauen Stellen bzw. eines Grauschleiers auf dem Parkettboden sein, diese beiden Fälle muss man aber zwingend unterscheiden.

Zwar ist ein Parkettboden manchmal etwas empfindlicher, sein großer Vorteil ist aber, dass er sich mit den richtigen Reparaturarbeiten wieder fast in seinen Ursprungszustand zurückversetzen lässt.

Doch wodurch kommen diese grauen Flecken und Grauschleier auf Parkett überhaupt zustande und auf welche Weise lassen sie sich beseitigen und entfernen?

Wodurch entstehen graue Verfärbungen auf Parkett?

Wie bereits erwähnt, muss zwischen konkreten grauen Flecken und einem Grauschleier auf dem Parkett unterschieden werden. Graue Flecken haben in 99 % aller Fälle ihren Ursprung in Wasser- bzw. Feuchtigkeitsschäden.

Oft fällt daher das Problem erst auf, wenn Einrichtungsgegenstände wie Schränke, große Blumenkübel oder der Kühlschrank verschoben wird.

Allerdings kann auch eine zu feuchte Reinigungsroutine, zu spät bemerkte ausgelaufene Flüssigkeit oder auch die Verwendung eines Dampfreinigers graue Verfärbungen hervorrufen.

In schlimmeren Fällen ist das Holz in dem betroffenen Bereich auch leicht „angeschwollen“ bzw. hebt sich minimal von der eigentlichen Bodenhöhe ab. Man spricht hier auch von sogenannten Wasserflecken.

Ein Grauschleier hingegen kann durch Rückstände von Baumaterialien und Bauschutt oder auch durch die Nutzung ungeeigneter Reinigungsmittel entstehen. In manchen Fällen leiden daher besonders frisch verlegte Holzöden unter dem Phänomen des Grauschleiers.

In diesem Fall sollten Sie mit dem zuständigen Betrieb Kontakt aufnahmen. Auf diese Weise lässt sich klären, ob der Grauschleier durch unsachgemäße Verlegung entstanden ist oder das Parkett bereits werkseitig fehlerhaft war.

Besonders geölte Parkettböden sind von diesem Phänomen häufiger betroffen, da sie (im Gegensatz zu einem lackierten Parkettboden) nur durch eine Schicht von Parkettöl geschützt werden.

Ein Grauschleier lässt sich leicht erkennen, da die ursprüngliche Farbe Ihres Parkettbodens viel trüber und matter wirkt und scheinbar eine Art Schleier über den Bodenbelag liegt.

So entfernen Sie graue Flecken von einem Holzboden

Wenn der Fleck bereits grau und deutlich erkennbar ist, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um einen älteren, schwerwiegenden Wasserfleck. In solchen Fällen reichen kleinere Korrekturen nicht mehr aus, um die graue Stelle zu reparieren.

Je nach Oberflächenbehandlung muss der Boden abgeschliffen oder aber die betroffenen Dielen ersetzt werden.

Im Fall eines lackierten Parkettbodens muss für die Behebung der komplette Boden in dem Raum abgeschliffen und neu lackiert werden. Hier ist es leider nicht möglich, einzelne Dielen zu ersetzen, da eine gezielte Bearbeitung eines lackierten Bodens nicht ohne optische Einbuße umsetzbar ist.

Natürlich stellt das Abschleifen einen Mehraufwand dar, es bietet Ihnen aber auch die Chance, den Bodenbelag vollständig wieder in seinen Ursprungszustand zu versetzen, diesen Vorteil bietet nur ein Parkettboden.

Welche Arbeit dabei auf Sie zukommt, lesen Sie in diesem Beitrag der Kollegen des „OBI Magazins“.

Besitzer eines geölten Parkettbodens haben dagegen die Wahl zwischen einem Abschleifen und dem Austausch einzelner Dielen. Diese Entscheidung würde ich persönlich von der Größe des Wasserflecks und der schwere des Schadens abhängig machen.

Wenn das Holz schwer beschädigt ist bzw. der graue Fleck sich nur über eine oder vereinzelte Dielen zieht, ist der Austausch einzelner Parkettdielen die wirtschaftlich bessere Wahl.

Bei einem geölten Parkettboden können Parkettdielen nämlich problemlos vor dem Einsetzen farblich an die benachbarten Dielen angeglichen werden, wodurch keine optischen Mängel entstehen.

Wenn Sie Schwierigkeiten bei der Entscheidungsfindung haben, sollten Sie unbedingt immer eine Fachkraft zurate ziehen! Dies gilt vor allem bei größeren Schäden, bei denen der Unterboden betroffen sein könnte.

Grauschleier von geölten Parkett entfernen

Für einen Grauschleier kann in die Poren des Bodens eingetretener Schmutz oder die Verwendung falscher Reinigungsmittel, die einen Schmierfilm hinterlassen, verantwortlich sein.

Glücklicherweise lässt sich ein Grauschleier auf dem Parkett durch eine Grundreinigung entfernen. Mithilfe eines Intensivreinigers* werden die Rückstände auf der Oberfläche des Parkettbodens abgetragen bzw. der Schmutz aus den Holzporen herausgewaschen und der Grauschleier verschwindet.

Anwendung: Mischen Sie 125 ml des Intensiveinigers mit Wasser und wischen damit mit einem Baumwolllappen (kein Mikrofaser!) den Boden. Lassen Sie das Ganze ruhig ein paar Minuten lang einwirken.

Wieso Wischbezüge aus Mikrofaser schlecht für (geölte) Parkettböden sind, erfahren Sie in folgendem Beitrag:

Starke Verschmutzungen können jetzt mithilfe eines Parkett-Pads* intensiver behandelt werden. Nach der Reinigung ist es wichtig, dass der gesamte Schmutz mit einem Lappen wieder aufgenommen wird.

Dabei sollten Sie einen zusätzlichen Eimer mit sauberem Wasser griffbereit halten, damit der Schmutz tatsächlich auf entfernt und nicht nur weiter verteilt wird. Im Anschluss sollte die Fläche noch mal mit klarem Wasser gründlich nachgewischt werden.

Im Anschluss an das Entfernen des Grauschleiers von der Parkettfläche empfehle ich, den Boden mit Parkettöl nachzubehandeln, um die Schutzschicht des Parketts optimal aufrecht zu erhalten.

Der Entstehung von grauen Flecken auf Parkett vorbeugen

Um das Problem mit den grauen Flecken auf Ihrem Parkett in Zukunft möglichst zu vermeiden, ist es wichtig, dass Sie für die Reinigung immer nur ein für Ihren Parkettboden geeignetes Mittel verwenden.

So eignet sich für einen geölten Parkettboden am besten eine Holzbodenseife* und für einen lackierten Holzboden ist z. B. der Bona Parkettreiniger* eine sehr gute Wahl. Was Sie bei der Reinigung sonst noch beachten sollten, können Sie in folgendem Beitrag in Ruhe nachlesen:

Außerdem ist für alle Besitzer geölter Parkettböden unerlässlich, den Boden in gewissen Zeitabständen nachzuölen. Dies sorgt für einen kontinuierlichen Schutz des Holzbodens und verhindert das Eindringen von Schmutz in die Poren.

Wie oft ein Nachölen notwendig ist, ist von vielen Faktoren abhängig. Als kleine Hilfestellung habe ich dafür einen kurzen Beitrag mit einigen Tipps für Sie zusammen gestellt.


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