Parkett – SO funktioniert die Erstpflege

Frisch verlegtes Parkett verleiht Räumen ein ganz besonderes Aussehen. Um dieses über Jahre hinweg genießen zu können, benötigt es aber etwas zutun ihrerseits. Besonders ein geölter Parkettboden braucht regelmäßige Pflege, um sein tolles natürliches Aussehen über einen langen Zeitraum hinweg erhalten zu können.

Vor allem die sogenannte Erstpflege ist bei neuem Parkett eine notwendige Maßnahme, denn Sie verleiht Ihrem Dielenboden den benötigten Schutz und verhilft ihm gleichzeitig zu einem wesentlich kräftigeren Aussehen.


Hinweis: Bei werkseitig geölten Parkettdielen ist eine Erstpflege oft nicht zwingend notwendig, außer es kommt zu starken Verschmutzungen bei dem Einbau oder durch eine parallel laufende Baustelle.


Was brauchen Sie für die umfassende Erstpflege

  • Intensivreiniger* für Parkettböden (+ großen Wassereimer zum vermischen)
  • Parkett-Pfegeöl* in dem von Ihnen gewünschten Farbton
  • zum Auftragen des Öls per Hand einen Padhalter* (zum vereinfachen auch mit Teleskopstange) mit geeignetem Pad* oder:
  • ( alternativ eine ausgeliehene Poliermaschine, auch Einscheibenmaschine gennant)
  • Baumwolltuch
  • etwas Zeit und Arbeitseinsatz 😉

Wieso genau ist diese Anwendung so wichtig?

Die Antwort auf diese Frage ist ziemlich schnell gegeben. Die Erstpflege bildet sozusagen die notwendige Grundlage für ein langes Leben Ihres Parkettbodens. Geöltes Parkett hat nämlich, anders als lackiertes keine so „kräftige“ Schutzschicht, um sich vor den vielen Gefahren des alltäglichen Lebens schützen zu können. Es ist also unerlässlich, dass neues Parkett nach der Verlegung sorgfältig geölt bzw. gepflegt wird.

Dafür hat es einen kräftigen natürlichen Farbton, der besonders durch eine gut ausgeführte Erstpflege zur Geltung kommt und auch noch leicht zu Ihren individuellen Vorlieben hin verändert werden kann. Die Erstpflege ist des Weiteren auch eine tolle Möglichkeit, sich genauer mit Ihrem neuen Boden zu beschäftigen und verringert somit die Wahrscheinlichkeit, dass Sie in Zukunft einige typische Anfängerfehler begehen.


Exkurs: Sollte es Sie interessieren, wie Sie Kratzer auf Ihrem nagelneuen Parkettboden vermeiden können, so finden Sie hier einen ausführlichen Artikel dazu auf unserer Seite!


So sollten Sie bei der Erstpflege vorgehen

  1. Bevor Sie den Holzboden mit Parkettöl behandeln können, muss dieser erst gründlich gereinigt werden. Das heißt, konkret eine Trockenreinigung durchzuführen, damit der Boden von größeren Schmutzpartikeln wie Sand und Staub befreit wird. Danach sollte der Boden mit einem Intensivreiniger gewischt werden (dieses wird im Verhältnis von etwa 1:20 mit Wasser vermischt!). Sie sollten den Boden danach mindestens 8 Stunden lang zeit zum Trocknen geben, denn er muss vor dem Auftragen des Parkettöls auf jeden Fall komplett trocken sein!

    Vorsicht: Eine Holzbodenseife ist zwar das beste Reinigungsmittel für die wöchentliche Routine, sollte aber auf KEINEN Fall vor der Verwendung von Parkettöl benutzt werden! Die Holzbodenseife hinterlässt nämlich einen dünnen Schutzfilm, durch das das Parkettöl nicht wie gewünscht in das Holz eindringen kann.
  2. Vor der Anwendung sollte das Pflegeöl gut geschüttelt werden, damit sich der Inhalt gut vermischen kann. Das ist besonders bei Ölen mit vielen Farbpigmenten wichtig!
  3. Das Parkettöl kann entweder direkt auf den Boden gegeben werden oder aber mithilfe eines Spray-Kopfes auf der Fläche verteilt werden. Es reichen hier meiner Erfahrung nach bereits einige Tropfen bzw. Sprüher pro Quadratmeter aus. Testen Sie das Ganze vorab bitte unbedingt auf einer kleinen „Testfläche“, damit Sie das Ergebnis begutachten zu können.
  4. Polieren Sie anschließend die ganze Fläche, bis sich ein einheitliches Gesamtbild ergibt und der Holzboden sichtlich gesättigt ist. Sobald Sie einige Quadratmeter geschafft haben, sollte das überschüssige Öl schnell abgewischt werden, bevor es sich verhärtet.

    Der Boden darf nach der Behandlung mit Parkettöl nämlich auf keinesfalls übermäßig „nass“ wirken. Damit verhindern Sie ganz einfach, dass eine klebrige Ölfläche auf dem Boden zurückbleibt. Die Rückstände im Anschluss zu entfernen ist ansonsten leider ziemlich aufwendig.
  5. Wenn Sie händisch mit einem Pad gearbeitet haben, muss der Boden im Anschluss mindestens 24 Stunden lang trocknen. Bei der Benutzung einer Poliermaschine beträgt die Trocknungszeit lediglich 8 Stunden. Der Boden sollte währenddessen nicht betreten werden. Falls das aber unumgänglich ist, sollte z. B. durch verlegte Kartonflächen ein Weg gebaut werden, welcher behutsam begangen werden kann. Auch sollten Sie in den nächsten 2 Wochen davon absehen, den Boden feucht zu wischen.
  6. Die benutzten Tücher können üblicherweise nicht wiederverwendet werden und sollten daher sicher entsorgt werden. Da durch das Öl eine theoretische Gefahr der Selbstentzündung besteht, sollten Sie die Tücher mit Wasser tränken und in einem Plastikbeutel verschließen.

Tipp: Die von Ihnen verwendeten Werkzeuge und Hilfsmittel können anschließend einfach mit einem Ölverdünner* gereinigt werden.


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5 Kommentare zu „Parkett – SO funktioniert die Erstpflege“

  1. Hallo!

    Brauche mal ganz dringen Hilfe!War so intelligent den Abflu? der Spule mit Wachs dicht zu machen…
    Hab ein Kerzenglas mit hei?em Wasser ausgespult um es von Wachsresten zu befreien,in der Spule…
    Hab schon literweise Drano versenkt ohne erfolg…hei?es Wasser dringt nicht mehr durch bis unten hin.
    Wei? jemand Rat??

    Danke,Joens.

    1. Hallo Joens,

      auch wenn das am Thema der Seite etwas vorbeigeht, versuche ich mal mein Bestes.
      Abflussreiniger kann in diesem Fall sogar noch zu zusätzlichen Verklemmungen führen und heißes Wasser verschiebt das Problem nur weiter nach unten.
      Leider hilft in dem Fall wirklich nur der Ausbau des Siphons/U-Rohrs und das gründliche Reinigen des Rohrs (z. B. mit Waschbenzin).

    1. Michael Dykier

      Der Preis hängt natürlich stark von Ihrem Wohnort, der Größe der Parkettfläche und der Art der gewünschten Oberflächenbehandlung ab. Da es regional teils große Unterschiede gibt, würde ich auf einen Preis von etwa 5 – 20€ pro Quadratmeter tippen. Fragen Sie bei lokalen Fachbetrieben nach und lassen Sie sich einen unverbindlichen Kostenvoranschlag zusenden.

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