Kork verlegen als Trittschalldämmung

Als einer der Favoriten als Trittschalldämmung unter allen gängigen Fußbodenarten hat sich Kork ohne Frage bereits etabliert. Doch auch neben seinem größten Pluspunkt, dem ökologischen Aspekt, zählen auch seine Flexibilität und die ausgezeichnete Schall- und Wärmedämmung zu seinen großen Stärken.

Wieso eine Trittschalldämmung bei Parkett wichtig ist

Besonders bei der immer beliebteren schwimmenden Verlegung von Fußböden gewinnt die Trittschalldämmung immer mehr an Bedeutung. Im Gegensatz zur verklebten Verlegung eines Parkettbodens ist das Parkett bei einer schwimmenden Verlegung nicht fest mit dem Untergrund verbunden, was im Nachhinein oft zu einem Problem führt: erhöhter Geräuschpegel durch Trittschall.

Ohne eine Trittschalldämmung verursachen einfache Handlungen, wie das Gehen oder Laufen durch die Wohnung, die Waschmaschine, ein Kühlschrank usw. zum Teil laute Geräusche. Diese werden oft als leichtes Klappern wahrgenommen, das schnell ziemlich nervig sein kann.

Durch das Verlegen von Kork als Trittschalldämmung für Parkett werden ärgerliche Situationen, wie beispielsweise Lärmbelästigung für die Nachbarn unter Ihnen, oder auch störende Geräusche durch die Waschmaschine (die Sie dann auch ein paar Zimmer weiter noch hören) behoben werden.

Der Kork wird übrigens in praktischen Rollen geliefert („Rollkork“) und kann wirklich sehr einfach selber verlegt und zugeschnitten werden. Es gibt außerdem verschiedene Stärken, diese fallen meist zwischen 2 mm und 8 mm aus* und auch in verschiedenen Längen (meist 10 m – 30 m).

Für die Anwendung in einer Wohnung mit dem Ausgleich einiger Unebenheiten reichen 2 mm völlig aus. Bei einem Mehrfamilienhaus würde ich persönlich 4mm empfehlen. Natürlich kommt es auch auf die individuelle Umstände an (z.B. laute Hobbys, Kinder usw.), welche Dicke Sie verwenden sollten. Logischerweise sorgen hier beispielsweise 6mm für eine bessere Lärm-Isolierung.

Vorteile von Kork gegenüber anderen Materialien

Im Vergleich zu vielen Alternativen wie Schaum, XPS, Folien usw. ist Kork ein natürliches Produkt. Es wird aus der stetig nachwachsenden Rinde der Korkeiche gewonnen und ist dementsprechend auch recycelbar. Kork enthält also keine Schadstoffe, was in der heutigen Zeit immer wichtiger wird, besonders auch um die Umwelt zu schonen. Gerade deswegen ist Kork für alle Allergiker super geeignet.

Ein weiterer immenser Vorteil ist die hervorragende Schall- und Wärmedämmung. Die Dämmeigenschaften von Kork decken einen großen Temperaturbereich ab, was er seiner einzigartigen Wärmespeicherfunktion zu verdanken hat. Somit ist Kork eine tolle Dämmunterlage für Parkettböden.

Trittgeräusche werden durch die im Kork eingeschlossenen kleinen Luftkammern abgefedert und isoliert. Auch bietet sich Kork wunderbar dazu an, Unebenheiten auf der darunter liegenden Ebene auszugleichen.

Kork passt sich also quasi der Umgebung an und erreicht auch sobald er nicht mehr unter Druck steht, nach einiger Zeit wieder seinen ursprünglichen Zustand zurück. Sie sehen also, es handelt sich um einen ziemlich flexiblen Rohstoff. Übrigens kann Parkett auch ohne Probleme auf Kork verklebt werden.

Achtung: In feuchten Räumen, also zum Beispiel im Keller oder Bad, sollte Kork NICHT als Trittschalldämmung für Parkett verlegt werden. Kork ist zwar bis zu einem gewissen Grad wasserabweisend, kann aber bei zu viel Belastung anfangen zu schimmeln.

Bei einer Fußbodenheizung ist auch von einem Verlegen von Kork abzusehen. Mehr zu dem Thema „Fußbodenheizung unter Parkett“ finden Sie in diesem Beitrag.


*Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel Affiliate-Links enthält. Dabei entstehen selbstverständlich keine Zusatzkosten für Sie, damit unterstützen Sie lediglich diese Website und helfen, zukünftige Artikel zu ermöglichen.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll to Top